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Archiv
Lesen Sie hier ein Resumé, von unserem Redaktor, zu eHealthcare heute:
Zwischen dem guten alten Hausarzt und dem bildgestützten multifunktionellen Interventionsraum: Wo steht die eHealthcare heute?Ein Streifzug zur Standortsuche in einem weiten Feld.von Eckhard Förster, RedaktorVon den diversen Einzeldisziplinen und auch geistigen Schubladen der eHealthCare wird in dieser ersten swiss-ICT-healthnet Ausgabe noch mehrfach die Rede sein. Von Datenmengen und Migrationsstrategien, von Schnittstellen und Sicherheitsansprüchen, von Prozessoptimierungen und Reglementierungen, von Software, Servern und anderen Puzzleteilen.
Dr. Bill Crounse, Worlwide Health Director Microsoft Corporation, brachte in seinem Eröffnungsvortrag, der unter dem Motto «Opening Inspirations» stand, zunächst die Herausforderungen an die Gesundheitsindustrie auf den Punkt. Eine älter werdende Bevölkerung benötigt eine höhere Gesundheitsversorgung. Dem stehen Personal-engpässe wie etwa eine nicht ausreichende Zahl an qualifizierten Laborfachkräften gegenüber. Steigender Kostendruck bei gleichzeitig immer kostspieligeren Technologien sind ein Widerspruch in sich. Und für die unablässig wachsende Zahl der Vorschriften und Reglementierungen benutzte Dr. Crounse den bildhaften Begriff Myriaden. Nicht viel besser sieht er die Situation für die Leistungserbringer, hier insbesondere im Spital. Erschöpfende Informationsfluten, ineffiziente Zusammenarbeit, verstreute Dateninseln, zeitraubende Einbindung in ökonomische Abläufe, verschiedene Systeme und Schnittstellen sowie die mangelnde Nutzung produktivitätssteigernder Tools sorgen nicht unbedingt für die anfangs geforderte bessere Gesundheitsversorgung. .
5 Trends werden darum «die Welt bewegen» Nach Dr. Crounse wird erstens das Gesundheitspersonal stärker in die Kostenverantwortung einbezogen werden, mit mehr Konsumenten-, also Patientenorientierung und ausgeprägterem Bewusstsein für den Markt. Zweitens wird die Grundversorgung mit medizinischen Diensten allgemein steigen, z.B. durch Expansion des OTC-Marktes, durch Patienten-Selbstversorgung und -kontrolle, durch wachsende Alternativangebote und Internet-Arztbesuche. Drittens werden auch die Dienstleister auf diesen Zug in Richtung zukünftiger Grundversorgung aufspringen, durch Para-Professionals, «Concierge-Services» und gerätegestützte Diagnosen. Trend 4 wird Information überall zugänglich machen, indem Patienten durch intelligente Systeme dazu befähigt und auch Qualität und Kosten transparent gemacht werden. «Personalisierte Medizin» heisst hier das Zauberwort. Trend 5 schliesst diesen Themenkreis «Commodity» und «Availability» mit dem Bogen zur Globalisierung. Was virtuell getan werden kann, wird auch so getan werden. Und der «Medizintourismus» entwickelt sich schon heute zu einer ausgesprochenen Wachstumsbranche. . Globalisierung hier, Standardisierung dort: das alte «Babel-Problem» «5 Trends that will shake the world.» Wenn man es so verstehen will, wird eHealthcare die Welt also kräftig «durchschütteln». Oder wird sie sie gar mit einigen Beben «erschüttern»? Darauf antwortet man wohl am besten mit: «Shake well before using – vor Gebrauch gut schütteln». Das gilt in der einen oder anderen Beziehung sicher auch für die eHealthcare. Wo wir schon bei sprachlichen Feinheiten sind: PD Dr. med. Simon Hölzer, Bereichsleiter Spitalinformatik und -statistik sowie Stellvertretender Geschäftsführer der H+ Die Spitäler der Schweiz, äusserte in einem kurzen persönlichen Gespräch zwischen den Referaten den Wunsch nach einer einheitlichen Nomenklatur. Im gleichen thematischen Zusammenhang sprach Dr. Jutta Casimir, IBM Healthcare, von einer «Standard-Semantik». Sie ist nicht weniger notwendig wie standardisierte Produkte. Eine solche Richtliniensammlung für die Gesamtheit der Benennungen in einem Fachgebiet, im Endeffekt also seine Terminologie, ist sicher hilfreich auf dem Weg zu einer Standardisierung. Diese ist nicht nur wirtschaftlich, wie etwa im Zusammenhang mit Fallpauschalen und Spitalzeiten sinnvoll, nicht nur für die eingesetzten Technologien, Systeme und Applikationen das wünschenswerte Nahziel, sondern auch für die Kommunikation über und innerhalb der eHealthcare selbst. Die Vergleichbarkeit von Preis und Leistung im Wett-bewerb oder auch die Messbarkeit der Effizienz für den Arzt wie auch den Patienten wären beispielsweise zwei Ergebnisse. Ganz zu schweigen von der einheitlichen Einbindung aller partiellen Einrichtungen in ein homogenes Gesamtsystem bzw. Netzwerk ohne Verständnisprobleme an den Schnittstellen. Das gilt von der täglichen Routine bei der Planung der Patienten-Terminvergabe über die Organisation von Bereitschaftsdiensten bis zur Aufnahme und navigationsgestützten Instrumentenführung in der Notfall-Chirurgie, die zum zentralen interdisziplinären Interventionsraum ohne zeitraubende Umwege wird. Und dort, in diesem teils noch visionären, multifunktionalen Raum der Zukunft, gilt dies wiederum von der Medizintechnik bis zur Spitalinformatik. .
Schnellstrasse in Richtung Standardisierung – die Leitplanken sind im Bau Da es den räumlichen Rahmen dieser Einführung sprengen würde, auf alle Themen und Referate einzugehen, an dieser Stelle eine «wunde Stelle», deren Behandlungsbedarf sicher gleich mehrere Referenten zustimmen werden. Wie Andreas Ueltschi, SUN Microsystems (Schweiz) AG, der die Diversität statt Heterogenität bei Terminal-Applikationen und Imaging-Anwendungen beklagte. Diagnose aus anderem Munde: Fehlende übergeordnete Gesundheitsstrategien. Zersplitterung. Mangelnde Transparenz. Keine Indikatoren. Keine Benchmark. Zu diesem Befund zitierte Dr. med. Peter Indra, MPLH, Vizedirektor, Leiter Direktionsbereich Krankenversicherung BAG, Bundesrat Pascal Couchepin so: «Die föderale Organisation der Gesundheitsversorgung fördert zwar praxisnahe Lösungen, sie erschwert aber ein einheitliches System.» Laut Dr. Indra will das Bundesamt für Gesundheit BAG – nicht allein darum – ab 2008 mit dem «Bau von Leitplanken» beginnen, um die Effizienz, Qualität und Sicherheit der elektronischen Dienste im Gesundheitswesen zu steigern. Auf der einen Seite durch «Organisation», d.h. durch ein Koordi-nationsorgan Bund und Kantone, das 2008 mit der Arbeit beginnen soll. Dazu gehören die Koordination der kantonalen Modell-versuche, die Definition der Standards und der Architektur, die Grundlagen für Gesetzesanpassungen und die Massnahmen zur Förderung der Akzeptanz. Die Leitplanke «Recht» auf der anderen Seite behandelt neben der Abklärung der Zuständigkeit so brisante Fragenkomplexe zu den Persönlichkeitsrechten der Patienten wie Datensicherheit und Datenhoheit, Datenzugang und Identifikator. Insbesondere im Zusammenhang mit der Versichertenkarte betrifft dies auch die Frage nach der Gesundheitskompetenz, also nach dem Umfang und der Verwendung der persönlichen Daten .
Und noch eine Dimension: Rollen- und Sicherheitskonzepte – wer führt die Fäden? Dr. rer. nat. Jörg Caumanns vom Fraunhofer Institut, ISST Berlin, sprach über eine weitere Dimension der Standardisierung. In seinem Vortrag über «Datentransparenz versus Datenschutz» führte er nicht nur das elektronische Verständnis der verschiedenen Akteure untereinander als wesentlich an, sondern auch das allgemeine Verständnis im Sinne von gesellschaftlichen Rahmen-bedingungen und Modellen für den Gesundheitsmarkt. Die Frage dabei lautet nicht nur: Wer hat wann Zugriff auf welche Daten, um sie wie zu nutzen? Die Kernfrage lautet: Wer spielt welche Rolle? Wer gestaltet das Gesundheitswesen auf welche Art und mit welchen Zielen? Beispiel: Können Versicherer aufgrund von ablesbaren Anzeichen Versicherte zu einem Arztbesuch auffordern, um Folgekosten zu sparen? Und welche Konsequenzen ergeben sich aus solchen und anderen Denkmodellen für wen? Auch hier steht wieder die Semantik im Raum, wie es in einem anderen Referat anklang: Doch wem dient diese Kreativität? Cornelius Clauser führte aus, dass nur 20% der Arbeitszeit des Pflegepersonals für wertschöpfende Tätigkeiten, d.h. die Arbeit am Patienten, eingesetzt werden. Der Rest, den er klar «Verschwendung» nennt, entfällt auf indirekte Arbeit am Patienten, Dokumentation, Verwaltung, Terminabsprache, Organisation und Sonstiges. Standardisieren hat demnach also auch mit Kreieren zu tun, und zwar zum Wohle des Patienten als Mensch ebenso wie des Krankenhauses als Dienstleister und Wirtschaftsunternehmen mit erhöhter Akeptanz. .
Technologie trifft Nostalgie: ein altes Bild verirrt sich ins Digital Imaging Zeitalter Dr. med. Martin D. Denz, Executive Master in eGovernance EPFL, Präsident Schweizerische Gesellschaft für Telemedizin SGTMeH, zeigte gleich zu Beginn seines Referats «Mehr Werte schaffen durch die webbasierte Gesundheitsakte» die alte Illustration eines Landarztes, der sich durch Sturm und Morast zu einem einsamen Haus auf einem Hügel kämpft. Erinnerungen an «antiquierte» Landärzte wie Karl Bovary aus Gustave Flauberts «Madame Bovary» wurden wach. Die Chancen stehen gut, dass heutigen Landärzten solche Gewalttouren erspart bleiben. Selbst der einsamste Leuchtturmwärter ist inzwischen über das World Wide Web mit der Aussenwelt verbunden. Doch wie stehen die Chancen für ihn selbst? Steht er als möglicher Patient wirklich im Mittelpunkt der Welt, an der «geschüttelt» wird. Dr. Denz sieht den Menschen und Bürger ohne Wenn und Aber als «zentralen Wert» aller Anstrengungen – auch und gerade in der eHealthcare. .
Der Mensch im Mittelpunkt – eHealthcare als Qualität für Arzt, Pfleger und Patient Dazu zwei Beispiele: Am Stand der Mediscreen AG, geleitet von Dr. Ute Sabin-Lutzius, konnte man an zwei auf dem Bildschirm nebeneinander schlagenden Herzen sehen, wie sich eine Herzinsuffizienz im Gegensatz zu einem gesunden Herz optisch darstellt. «Man» ist in diesem Fall nicht nur der Arzt, sondern auch der Patient, der möglicherweise Misstrauen gegen seinen Doktor hegt und «sich ja eigentlich gar nicht so schlecht fühlt». Bilder sagen mehr als Worte – das gilt auch hier. Die Beziehung zwischen Arzt und Patient wird durch diese Art der konkreten «Einsicht» mit eigenen Augen zu einer stärker untermauerten Vertrauensbeziehung. Die Bereitschaft des Patienten, sich den angeratenen Massnahmen zu unterziehen, erhält eine zusätzliche Motivation. Das ist praktizierte ICT und eine neue Qualität: Information plus Kommunikation, möglich gemacht durch die entsprechende Technologie. Stephan Kirchmann, xeVit net works Deutschland, ging noch einen Schritt weiter – in Richtung Patientenkomfort – und zeigte die breite Palette der Ausreizbarkeit. So eröffnet der Bildschirm am Krankenbett neue Möglichkeiten. Nicht nur Ärzte und Pfleger haben schnell und bequem Zugang zu den für sie relevanten Informationen. Die Benutzeroberfläche des Bildschirms verwandelt ihn zum multimedialen Tool. Er wird zum Telefon, Fernseher und Radio ebenso wie zur virtuellen Spielfilm-Videothek. Er erlaubt das Bestellen von Kaffee oder Tee wie auch die Auswahl von Spielen aus dem digitalen Archiv. Ventilator, Klimaanlage und Licht sind weitere Beispiele, die bequem über diesen Bildschirm gesteuert werden können. . Fazit: eine Frage der Reisehöhe – und nicht nur das Dieser Streifzug durch das weite Feld der eHealthcare ist nur einer von vielen, zu dem man exemplarisch aufbrechen könnte. Ansatzpunkte in diesem weiten Feld gibt es viele. Ansatzpunkt hier waren bewusst die «Opening Inspirations» von Nottwil. Ebenfalls unter diesem Motto – und damit soll sich der Kreis zum Beginn schliessen – sprach Dr. Bertrand Piccard, Psychiater und Flugpionier, über die Zusammenhänge zwischen Ballonfahrt und Leben. Sinnsuche und Krisenbewältigung, Hochs und Tiefs, Erfolge und Misserfolge – dies alles ist beiden gleich. Ebenso die Suche nach dem richtigen Weg zum Ziel, je nach persönlicher Veranlagung eher mit oder gegen den Strom der Zeit. Beim Ballonfahren ist es der Wind, der das Ziel vorbestimmt. Und doch eben nur bedingt. In anderen Luftschichten weht er mit anderen Geschwindigkeiten in verschiedene Richtungen. Wenn man weiss, wohin man will, aber nicht einfach wie von selbst dorthin getragen wird, ist es an der Zeit, sich auf ein anderes Höhenniveau und in andere Luftströmungen zu begeben, z.B. durch das Abwerfen von Ballast. Eindrücklich war auch die Feststellung Bertrand Piccards, man hätte die erste Ballonfahrt um die Erdkugel zu dritt geschafft, obwohl die Bilder doch ganz offensichtlich ein Zweier-Team zeigten. «Er, ich und wir beide», lautete die Erklärung dafür. Andere Erfahrungen, individuelle Einschätzungen der Situation und daraus abgeleitete Herangehensweisen an die Lösung eines Problems sollten nicht miteinander konkurrieren, sondern sich zu etwas Neuem ergänzen. Auch die beiden Meteorologen am Boden waren rein physisch nur zu zweit, letztendlich aber zu dritt durch die Summe ihres Wissens, ihrer mentalen Stärke und die Kraft ihrer Entscheidungen. Für die verschiedenen Akteure in der eHealthcare, die sich am 26./27. September zum siebten Mal in Nottwil trafen, mag dieser abschliessende Gedanke eine Motivation mehr sein, um die Zukunft im wahrsten Sinne des Wortes gemeinsam zu gestalten. Durch weitgehenden Konsens beim Bestimmen der Richtung. Und nicht zu vergessen: bei der Orientierung auf den Menschen, der im Mittelpunkt steht. Dann wird man von einer Punktlandung sprechen können. ENDE©swiss-ICT-healthnet Magazine / Redaktion
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eHealth treibt die Veränderungen im Gesundheitswesen voran:Highlights des 7. Schweizerischen eHealthcare Kongresses
Michael Egli / eHealthCare.ch .
Ein langes Leben wünscht sich natürlich jeder. Doch für das Gemeinwesen bringt dies enorme Herausforderungen mit sich. So liegen etwa die Gesundheitsausgaben pro Kopf bei Über-75-Jährigen im weltweiten Durchschnitt fünfmal höher als bei den 25-bis 34-Jährigen. Um trotz des demographischen Wandels die Gesundheitskosten im Griff zu behalten, sind Lösungen notwendig, die grössere Behandlungsqualität bei gleichzeitig geringeren Kosten bieten – dies gilt insbesondere für die stark zunehmenden Krankheitsbilder wie Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Alzheimer. Ziel muss es sein, auch in Zukunft allen Menschen uneingeschränkten Zugang zu Spitzenmedizin zu bieten – und das ist auch möglich, wenn heute die richtigen Weichen gestellt werden.
Der Schlüssel zum Erfolg ist eine auf den Patienten ausgerichtete, ablauforientierte Versorgung: hoch effizient und mit den effektivsten Prozessen. Insbesondere Innovationen in Diagnose- und Therapietechnologien, wie z.B. die Molekularmedizin und modernste Informationstechnologie werden dabei eine Schlüsselrolle einnehmen. Eine effiziente und akkurate Diagnosestellung für eine schnelle Triage und sichere Behandlungsentscheidung, die notwendige Erhöhung der Therapietreue des Patienten, der steigende Wettbewerb unter den Akteuren im Schweizer Gesundheitswesen mit dem Bedürfnis der Differenzierung oder die Förderung der Autonomie im Alter stellen zentrale Themen im Veränderungsprozess des Gesundheitswesens dar. Gerade der steigende Wettbewerb mit effizienz- und qualitätssteigernder Wirkung, den neu entstehenden Kooperationen unter den Akteuren und den neuen Technologien und Möglichkeiten lässt das Gesundheitswesen für alle komplexer werden. Um weiterhin handlungsfähig zu bleiben, werden anstatt Einzelkomponenten immer mehr Gesamtlösungen im Zusammenspiel unterschiedlicher Kernkompetenzen gefordert sein.
Schneller Zugriff auf wichtige InformationenDurch die Veränderungen steigt auch der Anspruch an die Informationstechnik. So werden die aktuell geforderten Funktionalitäten zum Abbilden der heutigen Strukturen neuen weichen, mit denen ein flexibles Modellieren und Überwachen von Behandlungs- und Geschäftsprozessen möglich sein wird. Der standardisierte und sichere Datenaustausch zwischen Kliniken, Arztpraxen, Apotheken oder Versicherungen für schnellere und effizientere Abläufe und das Beherrschen der Datenflut wie sie etwa durch moderne Bildgebungsverfahren entstehen, stellen dabei die grössten Herausforderungen dar. In komplexen Behandlungsprozessen werden Patienten häufig gleichzeitig von unterschiedlichen Leistungserbringern im Gesundheitswesen versorgt, zum Beispiel vom Hausarzt, niedergelassenen Fachärzten und im Spital. Für einen möglichst reibungslosen Behandlungsablauf und ohne Doppeluntersuchungen müssen diese untereinander Patientendaten austauschen. Oftmals möchten behandelnde Ärzte auch die Meinung eines Kollegen oder eines anderen Instituts einholen, etwa bei schwierigen Diagnosen. Geschieht all dies bequem über ein gemeinsames Netzwerk, in dem alle Beteiligten die relevanten Informationen im Blick haben, so kann dies vor allem bei chronisch und multimorbiden Kranken die Behandlungskosten senken und die Behandlungsqualität steigern.
Technologien läuten Wandel einIm Zusammenspiel neuer Diagnose- und Therapietechnologien und modernder Informationsarchitektur könnten Krankheiten wie zum Beispiel Krebs oder Herzerkrankungen in ihrer Entstehung erkannt und eventuell unterdrückt werden. Wissensdatenbanken und computergestützte Analyseverfahren eröffnen die Möglichkeit, diese Zusammenhänge zu erkennen und genetisch bedingte Gefährdungen bereits vor Ausbruch einer Erkrankung zu diagnostizieren, so dass man frühzeitig gegensteuern kann. Diese neuen Technologien werden einen Wandel einläuten weg von einer reaktiven, erst bei Symptomen eingreifenden Medizin hin zur wissensbasierten Präventivmedizin der Zukunft. Und schliesslich helfen innovative Technologien auch älteren oder chronisch kranken Menschen, ein möglichst erfülltes Leben in den eigenen vier Wänden führen zu können: durch intelligente Verfahren der Selbstdiagnose, Überwachung und Telemedizin. Aktuelle Beispiele zeigen den Mehrwert von richtig eingesetzter Technologie.
7. Schweizerischer eHealthcare Kongress. Konferenz & Fachausstellung, 26. / 27. September 2007
161 national und inter-national renommierte Fach-referentinnen und -referenten präsentieren dem Fachpublikum ihre Erfahr-ungen, Visionen und Erkenntnisse und zeigen die neusten Enwicklungen und Trends. Parallel dazu stellen über 100 Unternehmen ihre jüngsten Produkte und Dienstleistungen vor. Erwartet werden weit über 1500 Teilnehmende aus der Schweiz und dem Ausland.
Der Kongress eHealthCare.ch richtet sich einerseits an die Exponenten von Spitälern, des ambulanten Sektors, der Pharma und Medtech-Industrie, andererseits aber auch an das Management von Krankenversicherern, Gesundheitsbehörden, Patientenorganisationen und an ICT-Verantwortliche. Besondere Aufmerksamkeit widmet die Konferenz dieses Jahr auch dem Thema Versicherer. Verschiedene Einflussgrössen wie die anstehenden KVG Teilrevisionen, Bestrebungen nach Marktdifferenzierung, Optimierungen im Leistungsprozess und Versichertenkarte beeinflussen die strategische Positionierung der Kostenträger. Im Zentrum steht das Insurance Leader Forum. Der Fokus liegt auf kollaborativen Prozessen und dem entsprechenden Nutzenpotential für Kassen und Leistungserbringer.
Highlights aus dem Konferenzprogramm 2007Dr. Bertrand Piccard, der weltbekannte Ballonflieger, setzt in seine Motivationsvortrag am Kongress eHealthcare.ch einen Schwerpunkt in punkto Wichtigkeit menschlicher Faktoren in einem technischen Abenteuer, in einer technischen Welt. Piccard sagt:
Detailinformationen zu Programm, Terminen, Anmeldung und Ausstellern finden sich unter: www.ehealthcare.ch
Michael Egli / eHealthCare.ch / Bahnhofstr. 40 / CH-6210 Sursee
Siemens Schweiz AG Andreas Walter / Leiter Sektor Healthcare / Siemens Schweiz AG / Freilagerstrasse 40 / CH-8047 Zürich andreas.a.walter@siemens.com |
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